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Astrophysik-AG des SGK auf dem Weg zu den Sternen!

Am 14. Februar öffnete die Sternwarte der Universität Siegen exklusiv für die Schülerinnen und Schüler der Astrophysik- AG unserer Schule die Türen.
Mit zwölf Schülerinnen und Schülern war ein Großteil der AG mit ihrem Lehrer Philipp Krumm vor Ort, um ferne Galaxien, Sternhaufen und einzelne Sterne beobachten zu können.
Um 15:30 Uhr ging es für die meisten Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Kreuztal aus los. In drei voll gepackten Autos fuhren wir los Richtung Universität Siegen nach Weidenau. In der früheren Haardter-Berg- Schule hat die Arbeitsgruppe der Physikdidaktik ihre Räume bezogen, in unmittelbarer Nähe zur Sternwarte auf dem Dach des Unigebäudes am Adolf- Reichwein-Campus.
Vor Ort wurden wir von Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Oliver Schwarz begrüßt. Prof. Schwarz freute über die Astronomie-begeisterten Schüler und gab eine kurze Einführung in die Sternentwicklung und Sternentstehung. Mit anschaulichen Beispielen und einem kurzweiligen Redestil stimmte er uns auf einen interessanten Abend ein und schaffte es innerhalb kurzer Zeit die Aufmerksamkeit der jüngeren und älteren Schüler auf astronomische Fragestellungen zu lenken. Unter anderem wurden hier schon anspruchsvolle astronomische Themen angesprochen wie das Hertzsprung-Russell-Diagramm oder die Entstehung von Neutronensternen.
 

Nach dieser Einführung ging es dann los zur Sternwarte. Ein Fußmarsch quer durch die mittlerweile leere Universität bis hoch aufs Dach des Gebäudeteils C wurde gerne in Kauf genommen. Hier erklärte Christoph Springob, technischer Mitarbeiter der Arbeitsgruppe der Physikdidaktik, dass viele spektakuläre astronomische Phänomene auch zum großen Teil ohne Teleskop erkennbar seien. Dazu zählen auch die bereits in der AG thematisierten Polarlichter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz darauf ging es dann über eine enge Wendeltreppe hoch zur Kuppel der Sternwarte, in welcher das Teleskop der Universität Siegen steht. Der Aufstieg war eng und für den ein oder anderen, welcher mit Rucksack bepackt war, mühsam, aber dennoch lohnenswert. Oben angekommen wurde uns von Herrn Springob die Steuerung der Kuppel (Öffnen und Drehen) sowie das Teleskop, welches über eine Fernbedienung mit angeschlossenem PC gesteuert wird, erklärt. Das Drehen der Kuppel, die Ausrichtung des Teleskops und das Scharfstellen des Teleskops konnten hier sogar die Schülerinnen und Schüler übernehmen. Anvisiert wurden u.a. der Mond, der Mars, die Andromeda-Galaxie (unsere Nachbargalaxie, im Messier-Katalog M31, etwa 2,5 Mio. Lichtjahre von uns entfernt!), sowie der offene Sternhaufen der Plejaden (im Messier-Katalog M45). Der Sternhaufen der Plejaden, auch häufig das Siebengestirn genannt, ist ein Teil unserer Milchstraße und war sehr gut zu beobachten. Auch mit bloßem Auge konnte man bereits die hellsten Sterne erkennen, mit dem Teleskop jedoch konnten sehr schöne Bilder gemacht werden. Die Plejaden, so wurde uns von Herrn Springob erklärt, werden sogar vom Autohersteller Subaru als Logo verwendet.

   

Zum Abschluss verließen wir mit Herrn Springob die Kuppel der Sternwarte und er bat uns auf eine Aussichtsplattform.
Mittlerweile war es dunkel geworden, sodass wir die Sterne am Nachthimmel gut sehen konnten. Aus der AG waren bereits einige Sternbilder bekannt. So wussten wir, wie der große Wagen aussieht, und wie wir mit Hilfe dieses Sternbildes auch unseren Polarstern finden können. Dieser wiederum ist zur Orientierung sehr wichtig, denn der Polarstern zeigt in Himmelsrichtung Norden. Herr Springob zeigte uns auch hier auf sehr anschauliche Weise verschiedene Sternbilder, zog mit Hilfe eines Lasers Verbindungslinien zwischen den Sternen und konnte so für einen gelungenen Abschluss der Exkursion sorgen.
Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Herrn Prof. Dr. Schwarz und Herrn Springob von der Physikdidaktik der Universität Siegen sowie unserem Lehrer Herrn Krumm für die reibungslose Vorbereitung und Durchführung bedanken!
Es war ein toller und gelungener Abend, der uns in Erinnerung bleiben wird!