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Kalte Nasen und warme Herzen

Weder klirrende Kälte noch Dunkelheit konnten die Schülerinnen und Schüler des katholischen Religionskurses der Jahrgangsstufe 5 davon abhalten, sich für Kinder in Not einzusetzen: „Ich bin fröhlich, dass ich irgendwie helfen kann“, sagt Maria.

Im Religionsunterricht hatten die Kinder auf das Schicksal der Menschen im Amazonasgebiet geschaut, die ihre Heimat im Regenwald verloren haben. Durch die Abholzung des Waldes durch internationale Rohstofffirmen werden viele Familien der Naturvölker vertrieben und fliehen in die großen Städte. Unter menschenunwürdigen Bedingungen leben sie orientierungslos am äußersten Rand der Gesellschaft – in Hunger und Armut, ohne jegliche Perspektive für sich und ihre Kinder.
Das Adveniat-Projekt Encuentro unterstützt diese Menschen. Die Ordensschwestern, die das Projekt leiten, haben sich zur Aufgabe gemacht , den Kindern „Bildung für den Kopf und Wurzeln für die Seele zu schenken“. Eine warme, kräftige Mahlzeit am Mittag, der Besuch der Schule, die Erlernung eines Handwerks und nicht zuletzt die Begegnung der Familien, die sich in der Begegnungsstätte kennenlernen und zu einer neuen Gemeinschaft zusammenwachsen, tragen dazu bei.
Dabei wollten die Schülerinnen und Schüler des Religionskurses helfen und ihren Teil dazutun. So bastelten, handarbeiteten und buken sie fleißig, gestalteten Plakate und Spendendosen und bereiteten einen Text zur Information der Gemeinde vor. Am 2. Adventwochenende war es dann soweit: Zu den beiden Gottesdiensten boten sie ihre adventlichen Produkte an. Groß war ihre Freude, als die Gottesdienstteilnehmer kamen und bei ihnen einkauften. Rund 340 Euro nahmen die Mädchen und Jungen für das Projekt ein!

„Und, wenn nochmal sowas läuft: Ich bin dabei!“, sagt Felix. Und spricht damit allen aus der Seele.

Text und Foto: Carla Renner-Schäfflein und der Religionskurs der Jahrgangsstufe 5 des SGK