Klebt auch an deinem Handy Blut? Ausstellung im Foyer

Klebt auch an deinem Handy Blut? Mit dieser erschreckenden Frage setzten sich die Schüler des katholischen Religionskurses der 7. Klasse auseinander. Ausgehend vom biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter fragten sie, wo heute Menschen unter die Räuber fallen und wir aufgefordert sind, nicht wegzuschauen, sondern hinzusehen und zu helfen.

 

 

Räuber der verschiedensten Art gibt es sowohl ganz nah in unserem alltäglichen Umfeld als auch weit entfernt; und ebenso Menschen, die ihnen ausgeliefert sind und unsere Hilfe brauchen. So stießen die Schüler darauf, dass auch unsere Handys etwas mit Gewalt und Blut, Ignoranz und Herzlosigkeit zu tun haben. Seit Jahren sind die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen bekannt, unter denen Menschen und nicht zuletzt Kinder in Minen Coltan abbauen, das für die Herstellung unserer Handys und Laptops notwendig ist. Doch nichts tut sich.

In den drei Schritten hingucken – nicht wegsehen, mitfühlen – nicht dichtmachen und helfen - nicht weitermachen wie bisher informierten sich die Schüler detailliert, versuchten sich in die Lage der in den Coltanminen arbeitenden Kinder zu versetzen und überlegten, was sie selbst mit ihren Möglichkeiten tun könnten. Und das ist gar nicht so wenig! Wenn auch die Handykäufer nicht von jetzt auf gleich direkt in die Lage in der Republik Kongo eingreifen können, so können sie doch auf verschiedene Weise aktiv werden und ihren Beitrag leisten, damit die Situation sich ändert.

Und wie der Samariter in dem Gleichnis wollen auch die Schüler andere Menschen bitten mitzuhelfen: So haben sie mit viel Einsatz an einer kleinen Ausstellung gearbeitet, in der sie die Ergebnisse ihrer Forschungen und Überlegungen dokumentieren, um auf die Lage der ausgebeuteten Menschen aufmerksam zu machen und zum verantwortungsvollen und engagierten Handeln zu bewegen. Das Ergebnis ist im Foyer ab dem 22.10. für zwei Wochen zu sehen.

 

Text und Bild: Carla Renner-Schäftlein