Myonen in der Kaffeekanne

Lk 2011 an der UNIEine vergleichsweise große Gruppe (6 Schüler) fand sich am Mittwoch­nachmittag am Emmy-Noether-Campus der Uni Siegen ein, um an der diesjährigen Begabten­fortbildung in Physik bei Prof. Dr. Claus Grupen teilzunehmen. Neben aktuellen Themen rund um die Energie­problematik unserer Zeit konnten die Schüler auch Fragen zu verwandten Themenbereichen stellen.

Mittels eines Powerpoint-Vortrages führte das wandelnde Lexikon Prof. Dr. Grupen seine Zuhörer in die Welt der Energie. Die Reise begann mit Erläuterungen zu der aktuellen Energiesituation und erreichte später ein Experiment mit einem Solarpanel. Hier spielen Materie (vor allem Elektronen) und Photonen (Lichtteilchen) eine entscheidende Rolle. Das Elektron hat einen schweren Verwandten , nämlich das etwa 210 mal massereichere Myon. Dieses Myon und eines seiner Zerfallsprodukte, wiederum ein Elektron, wurden sichtbar gemacht an einem Oszilloskop. Den Detektorbereich bildete, wie die Überschrift bereits sagt, eine herkömmliche Kaffeekanne, unterstützt durch aufwändige und teure Elektronik, denn die durchschnittliche Lebensdauer von Myonen beträgt nur 2,2 Millionstel Sekunden. Angelockt durch die lockere Atmosphäre und die spannende Physik werden nächsten Mittwoch noch mehr Schüler unseres Leistungskurses Physik der Uni Siegen einen Besuch abstatten.

Herr Strohlos