Ein Training zur Stärkung der Dialogfähigkeit und einem selbstsicheren Auftreten

Reden – reden kann jeder! Doch, was passiert, wenn wir vor einer Menschenmenge reden sollen?
Lampenfieber-Nervosität-Bauchschmerzen-Wortfindungsstörungen-sinkendes Selbstwertgefühl...
       
Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, trafen wir uns, 16 Schülerinnen und Schüler der Jgst. 12 des Städtischen Gymnasiums in Kreuztal, unter der Leitung von Frau Stödter vom 20.-21. Februar 2009 zu einem sogenannten Training zur Stärkung der Dialogfähigkeit. Ziel war es, nicht nur vor mehreren Menschen frei sprechen zu können, sondern auch das Selbstbewusstsein zu stärken und die eigene Identität zu festigen. Als Leitfaden erhielt jeder einen Reader, der die wichtigsten Grundschritte für ein selbstsicheres Auftreten enthielt. Wir begannen mit dem ersten Punkt: „Wie bin ich? Wie will ich sein?“ In einer Persönlichkeitsrunde stellten wir mit Hilfe eines Kinderbildes unsere Kindheit vor und lernten daraufhin unser Gegenüber durch zusätzliche Fragen kennen. Ziel dabei war es, unsere Sinne auf den Anderen zu bündeln und ihm gegenwartsklar zu begegnen. Danach beschäftigen wir uns mit der Körperhaltung und dem Verhalten während eines Vortrags.
Dialogfähigkeit Bild 1Zu einem selbstsicheren Auftreten gehören: ein fester Stand, eine kräftige Stimme und die richtige Betonung. Sowohl Plenum als auch Referent
sollten gegenwartsklar (aufmerksam) sein und Blickkontakt zueinander halten. Um Gestik und Mimik besser einsetzen zu können, übten wir uns in Pantomime und reflektierten unsere Emotionen in einem Handspiegel. Dieser diente dazu, die Wichtigkeit der eigenen Emotionen einschätzen zu können und sich der Wirkung auf das Plenum bewusst zu werden. Um unser Gelerntes direkt anwenden zu können, hatten wir nach einer gewissen Vorbereitungszeit die Möglichkeit, einen kurzen Vortrag vor den Anwesenden zu halten. Die Umsetzung wurde anschließend von unseren Mitschülern bewertet, so dass jeder ein persönliches Feedback zu seinem Vortrag inklusive Verbesserungsvorschläge bekam. Da wir uns in einer respektvollen und gleichzeitig vertrauensvollen und entspannten Atmosphäre befanden, wurde offen, aber konstruktiv Kritik geübt. Damit jeder Einzelne in seinem Persönlichkeitsaufbau gestärkt werden konnte, wurde in der abschließenden Offenbarungsrunde jedem Teilnehmer die Fremdwahrnehmung gespiegelt, sodass er aufschlussreiche Erkenntnisse über sein Wirken auf andere erhielt.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass diese zwei Tage sehr prägend in Bezug auf ein selbstbewusstes Vortragen und Auftreten waren und uns halfen, eine gefestigte Identität auszubilden. Wir beobachteten Veränderung bei vielen Teilnehmern in ihrer Vortragsweise, denn ihnen wurde die Angst und Unsicherheit genommen und sie wuchsen teils über sich hinaus. Nun sind wir in der Lage frei und unbefangen Vorträge zu halten und handeln getreu dem Motto: „You can make it happen, you can make it real.“

Auf diesem Weg möchten wir noch einmal einen besonderen Dank an Frau Stödter für ihren Einsatz und ihre Bemühungen aussprechen.