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Physikschüler beschäftigen sich mit Katalysatortechnik

Exkursion der FFG - Physikkurse zur Firma Emitec

 

Exkursionsteilnehmer/Schülergruppe

Einen interessanten Einblick in die Katalysatorentechnik, die aufgrund der aktuellen Thematik des Klimawandels zudem an Brisanz gewinnt, erhielten jetzt insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler aus den Leistungs- und Grundkursen der Jahrgangsstufen 12 und 13 des Friedrich-Flick-Gymnasiums Kreuztal. Sie nutzten zusammen mit ihren Physiklehrern die Einladung der Firma „Emitec – Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH“, um eine Exkursion in das im Köln-Bonner Wirtschaftsraum gelegene Lohmar zum Thema „Katalysatoren und Rußpartikelfilter“ durchzuführen.

 

Nach einem vorbereitenden Vortrag über die Technik des Katalysators in der Schule durch Herrn Adalbert Goetz, der als Förderer der Physik-Abteilung des Gymnasiums schon zahlreiche Exkursionen in Technologiefirmen möglich gemacht hat, folgte im Unternehmen nach einer einführenden Information über das Unternehmen die ausführliche theoretische Beschreibung der Wirkungsweise des Katalysators und dann im Rahmen einer Werksbesichtigung der Einblick in die Produktion dieses High-Tech-Produktes.

Bei der Katalysatorenproduktion spezialisierte sich die Firma Emitec von Anfang an aufgrund der günstigeren Auswirkungen auf die Motorleistung und den Schadstoff-Emissionen auf den Werkstoff Metall statt Keramik. Metall-Katalysatoren haben gegenüber den Keramik-Katalysatoren den Vorteil eines bedeutend besseren Strömungsverhaltens, was einen geringeren Gegendruck zur Folge hat, was wiederum einerseits einen Leistungszuwachs und andererseits einen geringeren Treibstoffverbrauch gewährleistet. Außerdem können bei gleicher Effektivität durch die größere innere Oberfläche kleinere Baugrößen gewählt werden, die eine motornahe Montage ermöglichen. Darüber hinaus wird durch die physikalischen Eigenschaften von Metall die erforderliche Betriebstemperatur von mindestens 250° C schneller erreicht. Dies vermindert die Schadstoffemission schon während der Kaltstartphase eines Autos. Auf dem Weg zum mittlerweile weltweit größten Metallträger-Hersteller waren vielfältige und umfangreiche Innovationen notwendig. Laufende Entwicklungen der Firma Emitec haben zum Ziel, die Fahrzeug-Emissionswerte weiter zu reduzieren und die Lebensdauer der Katalysator-Gesamtanlage zu erhöhen.

Neben dem Produktionsstandort Lohmar expandierte die Firma Emitec zunächst im Jahre 1997 in South Carolina, um die Nachfrage des nordamerikanischen Marktes abzudecken, 2001 wurde dann ein neuer, auf Massenproduktion ausgerichteter Standort im zentral gelegenen Eisenach errichtet. Darüber hinaus verfügt Emitec über ein weiteres Werk in Indien, da nach dem Erlass von Emissions-Vorschriften in Indien und China mit einem hohen Bedarf an modernen Katalysatorsystemen in Asien zu rechnen ist. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 750 Personen und produziert rund drei Millionen Katalysatoren im Jahr.

Besonderen Dank richtete die FFG-Gruppe an die Emitec-Geschäftsführung für die freundliche und informative Betreuung und an Herrn Adalbert Götz dafür, dass er mit seinen Verbindungen diese Exkursion möglich gemacht hat. Der inzwischen pensionierte und ursprünglich aus der Wärmetechnik stammende Diplomingenieur Goetz ist mit der Firma Emitec seit langem verbunden. Er legte mit zwei Mitarbeitern im Jahre 1986 den Grundstein für die heute äußerst erfolgreiche Katalysatorfirma und entwickelte u.a. einen auf ihn mittlerweile patentierten Heizofen, der das qualitativ hochwertige Verlöten der Metallkatalysatoren ermöglicht.